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Mehrfachverriegelungen

Sicherheit beginnt mit den Beschlägen

 
Mehrfachverriegelungen

Mehrfachverriegelungen

Die Türen von ProfilNET sind standardmäßig mit einer 3-fach-Mehrfachverriegelung der deutschen Firma GU (GU-Automatic MR2) ausgestattet. Nach dem Schließen des Türflügels verriegelt die Tür an drei Punkten. Die Verriegelung erfolgt durch das Drehen des Schlüssels im Zylinder – dabei fahren der obere und untere Riegel (Massivriegel) sowie die mittlere Falle aus.

Eine alternative Lösung ist der automatische Schlossmechanismus (GU Secury-Automatic), bei dem die Verriegelung automatisch an drei Punkten direkt nach dem Zuziehen des Türflügels erfolgt.

Personen mit höheren Anforderungen an die Sicherheit können sich für eine 4-fach- oder 5-fach-Mehrfachverriegelung in verschiedenen Einbruchschutz- und Bedienkomfortklassen entscheiden.

Optionen

Schliesshaken

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Schlössern mit Hakenschwenkriegeln (Schliesshaken), die zusätzlich tiefer in die Schließbleche eingreifen. Diese Lösung ist jedoch nur mit manueller Verriegelung erhältlich.

Integrierte Türsperre

Zur zusätzlichen Ausstattung der Mehrfachverriegelung kann auch eine integrierte Türsperre (Sperrbügel) gehören, die ein sicheres Spaltöffnen der Tür ermöglicht und gleichzeitig ein vollständiges Öffnen verhindert.

GU-Secury Automatic DR und ADR

Das Schloss GU-Secury Automatic DR und ADR wurde in der Widerstandsklasse RC4 geprüft und erfüllt damit höchste Sicherheitsanforderungen. Standardmäßig ist es oben und unten mit Doppelriegeln ausgestattet, wobei einer davon zusätzlich als Hakenschwenkriegel ausgeführt ist.

Integrierter Motor

Die Türen können zudem mit einer Mehrfachverriegelung mit integriertem Motor (GU-Secury Automatic mit A-Öffner) ausgestattet werden, wodurch ein elektrisches Öffnen der Tür möglich ist. Diese Lösung wird häufig in Verbindung mit Zutrittskontrollsystemen eingesetzt.

GU Mehrfachverriegelungen
Mehrfachverriegelungen mit Panikfunktion

Aufgrund der Anforderungen an Brandschutz, Evakuierung und Einbruchschutz können Türen mit einem Panikschloss ausgestattet werden (GU-Secury mit Panikfunktion). Diese Schlösser können sowohl mechanisch als auch elektrisch mehrpunktig entriegelt werden. Darüber hinaus erfüllen sie die Anforderungen der Normen DIN EN 179 und EN 1125.

Fluchttürschlösser nach EN 179

Diese Schlösser sind für Gebäude oder Gebäudeteile bestimmt, die nicht regelmäßig öffentlich genutzt werden und deren Nutzer mit der Funktion und Bedienung der Paniktüren vertraut sind. Fluchttürschlösser kommen überall dort zum Einsatz, wo öffentlicher Publikumsverkehr ausgeschlossen werden kann.

Während der Belastungsprüfung müssen alle Verriegelungselemente entriegelt werden und mögliche Hindernisse im Fluchtweg entfernt sein. Um einen möglichst realitätsnahen Test durchzuführen, wird die Tür während der Simulation mit einer Druckkraft von 25 Newton belastet. Damit die maximal zulässige Betätigungskraft von 70 Newton zum Öffnen des Notausgangsverschlusses eingehalten werden kann, ist ein reibungsloses Zusammenspiel von Türgriff, Verriegelungselementen des Schlosses sowie den Bohrungen im Türrahmen erforderlich.

Nach erfolgreicher Belastungsprüfung wird der Verriegelungsmechanismus zusätzlich einem Vandalismustest unterzogen, um seine Eignung für den täglichen Gebrauch nachzuweisen.

Panikschlösser nach EN 1125

Diese werden in öffentlichen Gebäuden oder Gebäudeteilen eingesetzt, in denen Besucher — auch ohne Kenntnis der Funktionsweise von Paniktüren — die Tür im Notfall ohne zusätzliche Hinweise öffnen können müssen.

Ziel ist es, eine sichere Evakuierung mit minimalem Kraftaufwand zu gewährleisten. Selbst bei Druck auf die Tür muss sich das Panikschloss entriegeln lassen (maximal 220 N Betätigungskraft bei einer Türbelastung von 1000 N).

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